Foodblog - Gehoben, aber nicht abgehoben

Familienrezept: Schoko-Bananen-Torte à la Antje

von weinnase
19. Februar 2010

Schoko-Bananen-Torte
Pünktlich zum bevorstehenden Wochenende mal wieder ein Kuchenrezept. Es ist eins dieser Traditionsgerichte, die besonders bei Familientreffen fast rituell zubereitet werden und auf die sich die ganze Meute schon vorab ein Loch in den Bauch freut: Die Schoko-Bananen-Torte à la Antje. Gegründet hat diesen Mythos eine gute, alte Freundin der Familie aus dem Schwäbischen und Mutter unserer Patentochter. Letztere wünscht sich seit jeher zu all ihren Geburtstagsfeiern regelmäßig Schoko-Banane. Da hat es nicht lang gedauert, dass dieser Brauch auch bei uns zuhause Einzug hielt. Eigentlich ist das Rezept ja geheim, aber wir sind hier ja unter uns ...

Entscheidend, wie bei allen Schoko-Rezepten, ist die Güte der Schokolade. Wenn es mal schnell gehen soll, lässt sich die Torte auch gut mit einem Fertigboden aus der Konditorei und Kakaopulver zubereiten. Da wir bei der letzten Geburtstagstafel etwas mehr Zeit hatten, hat meine bessere Hälfte, bei uns für Süßgebäck zuständig, das ehrwürdige Rezept noch ein klein wenig verfeinert. Der Bisquitboden wurde selbst gebacken und die Schoko-Creme aus feiner Schokolade hergestellt (Tipp: Moser-Roth von Aldi ist im Preis-Leistungs-Verhältnis kaum zu toppen). Bevor jetzt wieder jemand "Kalorienbombe!" schreit: Im Gegensatz zu der früher bei unseren Geburtstagstafeln üblichen Mokka-Creme-Torte, die mit reichlich Sahne und im Original sogar mit Buttercreme hergestellt wurde, ist der Hauptbestandteil der Schoko-Bananen-Torte Magerquark. Zusammen mit den Bananen sorgt er für eine herbe Frische und Leichtigkeit, die man der Torte auf den ersten Blick nicht zutraut. Wenn man dann noch Bitterschokolade mit wenig Zuckeranteil verwendet, kann man die Torte fast schon als "gesund" bezeichnen. Wobei das definitiv nicht der Grund ist, warum wir sie so gern essen - uns schmeckt sie einfach wahnsinnig gut.

Zutaten

für den Tortenboden:

  • 80 g Mehl
  • 60 g Speisestärke
  • 60 g Kakaopulver
  • 180 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 6 Eier
  • 5 Bananen
  • Schokostreusel

für die Schokosahne:

  • 250 g Schokolade (halb Zartbitter, halb Vollmilch)
  • 1 kg Magerquark
  • 3 Becher Sahne
  • 3 Beutel Sahnesteif

Zubereitung

Vorab ein Hinweis: Wenn diese Torte optimal gelingen soll, sollte man sich dafür Zeit lassen. Das heißt insbesondere, dass man den Tortenboden möglichst schon am Vortag backen sollte. Für den Tortenboden die Eigelbe mit der Hälfte des Zuckers und dem Vanillezucker schaumig rühren. Die Eiweiße steif schlagen, dabei den restlichen Zucker einrieseln lassen. Eischnee vorsichtig unter den Eigelbschaum heben. Mehl, Speisestärke und Kakaopulver darübersieben (wichtig für einen feinen Teig) und vorsichtig unterziehen. Teig in eine runde, gefettete Springform geben und bei 180 °C 25-30 min. im Backofen backen. Wenn der Tortenboden gar ist, aus dem Ofen nehmen, 10 Minuten abkühlen lassen, aus der Springform lösen, auf ein Gitter stürzen und erkalten lassen. Möglichst über Nacht ruhen lassen und dann mit einem Sägemesser oder einem Bindfaden in zwei Lagen zerschneiden. Die Sahne in einem Topf auf dem Herd erhitzen und die Schokolade darin schmelzen und verrühren. Auf Kühlschranktemperatur abkühlen lassen. Dann die Schokosahne mit dem Sahnesteif steif schlagen. Hierzu braucht man etwas Geduld, das dauert deutlich länger als normale Sahne zu schlagen. Nun den Quark drunterrühren. Die Bananen längs halbieren. Einen Kuchenteller bereitstellen und die erste Lage Bisquitboden darauflegen. Den Boden dünn mit Schoko-Creme bestreichen. Dann die Bananenscheiben so dicht wie möglich darauf schichten. Mit Schoko-Creme auffüllen und wieder glatt streichen. Die zweite Lage Bisquitboden darauflegen. Die Torte mit dem Rest der Schoko-Creme bestreichen und glätten. Mit Schokostreusel garnieren und bis zum Verzehr kühl stellen.

Tags

Gänge: Kuchen
Regionen: Deutschland Europa
Zutaten: vegetarisch

Kommentare

Wir bitten um Verständnis dafür, dass zum Kommentieren eine Anmeldung erforderlich ist. Dies ist der steigenden Anzahl von Spam-Kommentaren geschuldet. Eine Anmeldung per E-Mail erfordert lediglich eine Bestätigung der eigenen E-Mailadresse.