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Manisch? Birmanisch! Birmanisches Huhn

von weinnase
07. März 2012

Birmanisches Huhn
Der südostasiatische Staat Birma (auch bekannt als Burma oder Myanmar) hat, ähnlich wie Griechenland, regelmäßig eine schlechte Presse, wenn auch aus ganz anderen, schlimmeren Gründen. Birma zählte jahrzehntelang neben Nordkorea zu den langlebigsten Diktaturen weltweit. Erst seit den freien Wahlen vor einem Jahr beginnt sich das langsam zu ändern. Von Birma weiß man hierzulande relativ wenig, auch birmanische Rezepte sind kaum bekannt. Es gibt zwar die Birma-Katze, das ist jedoch kein Kochrezept, sondern eine Katzenrasse. Birmanisch ist nicht zu verwechseln mit manisch, das ist entweder eine psychische Störung oder ein mittelhessischer Dialekt. Kochen ist zum Glück gänzlich unpolitisch. Und so hat auch mein asiatisches Lieblingskochbuch, das Große Buch der Asiatischen Küche, ein eigenes Kapitel für Rezepte aus Birma. Sie unterscheiden sich, soweit ich erkennen konnte, nicht substanziell von der thailändischen oder indonesischen Küche, sind aber trotzdem spannend genug, um sie mal auszuprobieren.

Zutaten

für 4 Personen

Huhn

  • 8 Hühnerkeulen
  • 2 EL Butterschmalz (Ghee)
  • 2 Zwiebeln
  • 3 Lorbeerblätter
  • 2 TL Kurkuma
  • 1/4 TL Chilipulver
  • 1/2 TL Kardamom, gemahlen
  • 1/2 TL Kreuzkümmel
  • 1/2 TL Koriander
  • 1 Zimtstange
  • 2 Zitronengrasstengel
  • 6 Knoblauchzehen
  • 1 EL Ingwer
  • 1/4 l Hühnerbrühe
  • asiatische Fischsauce
  • Salz

Safran-Reis-Pillau

  • 1 EL Butterschmalz
  • 250 g (1 gr. Tasse) Basmatireis
  • 500 ml Hühnerbrühe
  • 1 Handvoll Mandeln
  • 1 Msp. gemahlener Safran
  • 1 Zimtstange
  • 1 Zitronengrasstengel
  • 5 Kardamomkapseln
  • 1 Handvoll Rosinen (nach Geschmack)

Zubereitung

Für das Hühnercurry die Hühnerkeulen waschen und trockentupfen. Zwiebeln, Knoblauch, Ingwer und Zitronengras (den weißen Teil) schälen, kleinschneiden und in den Mixer geben. Kurkuma, Chili, Kardamom, Kreuzkümmel und Koriander zugeben und zu einer Paste pürieren. In einer großen Pfanne Butterschmalz zerlassen und die Paste darin bei starker Hitze andünsten, bis sie zu duften beginnt. Die Hühnerkeulen zugeben und von allen Seiten anbraten, dabei mit der Paste überziehen. Brühe angießen, Zimtstange und Lorbeer zugeben und in ca. 1 Stunde gar schmoren. Zum Schluss mit asiatischer Fischsauce und/oder Salz abschmecken. Für das Safran-Reis-Pillau die Mandeln mit kochendem Wasser übergießen, kurz ziehen lassen und dann die braune Haut abziehen. Das geht sehr einfach, aber nur dann, wenn man es direkt nach dem Brühen macht und sie nicht, so wie ich, 10 min. liegen lässt. Hühnerbrühe erhitzen und den Safran darin auflösen. Zitronengras putzen, Kardamomkapseln mit dem Messerrücken zerdrücken. In einem Topf 1 EL Butterschmalz zerlassen, die Mandeln trockentupfen und kurz bräunen. Dann den Basmatireis dazugeben und kurz andünsten. Die Brühe angießen, Zimt, Zitronengras und Kardamom zugeben und gar ziehen lassen. Nach Geschmack eine Handvoll Rosinen dazugeben (fehlt auf dem Foto, ich weiß). Zum Servieren aus dem Hühnercurry und dem Reis Zimtstangen, Zitronengrasstengel und Kardamomkapseln herausfischen. Das Gericht ist, wie man auf dem Foto sieht, wirklich schön gelb geworden. Kein Wunder bei der verwendeten Menge an Kurkuma und Safran. Wer es etwas farbiger mag, kann z. B. mit Korianderblättern oder Pistazien dekorieren, dazu war ich diesmal zu bequem.

Dazu passt...

..., da das Curry nicht zu scharf und von eher feinem Geschmack ist, auch ein etwas leichterer, fruchtiger Wein wie z. B. der hier neulich vorgestellte 2010 Le Vele Verdicchio.

Tags

Gänge: Hauptgerichte
Regionen: Asien
Zutaten: Geflügel nicht-vegetarisch

Kommentare

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